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BMW KFR R1200C Dr. Bögel
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Um bei der Cruiser an Luftfilter, Batterie, Benzinfilter, etc. zu gelangen, mussen der Sitz, die beiden Seitenverkleidungen und der Tank ausgebaut werden.
Da BMW hierfür nicht werkseitig eine Ausstattung mit Schnellverschlüssen zur Unterbrechung der beiden Benzinleitungen vorgesehen hat, baute ich solche bei dieser Gelegenheit selbst ein. Nach dem Öffnen des Luftfilterkastens fand ich einen völlig eingedrückten Bosch-Filter vor, dessen Wirkung wahrscheinlich gleich Null war. Den Luftfilter tauschte ich durch ein neuen aus und baute mein Fahrzeug wieder zusammen. Keine Verbesserung.
Dann schraubte ich die serienmäßigen Bosch-Zündkerzen FR6DDC heraus. Diese wiesen eher aschgraue bis nur leicht gelbliche Verfärbungen auf, was nach meinem Wissensstand eher für ein zu mageres Luft-Kraftstoffgemisch spricht. Die Verbrennung lief zu heiß ab.
Die Verfärbungsintensität war an den beiden Kerzen unterschiedlich, was darauf hindeutete, daß in den beiden Brennräumen somit auch unterschiedliche Arbeitsbedingungen herrschen müssen.
Nach einem Versuch mit den DENSO-Yridium-Kerzen ruckelte die Cruiser unverändert weiter, lief sogar noch etwas rauher.

Danach testete ich schließlich die BRISK-Zündkerze DOR14LGS Premium. Der Motor lief sowohl im Stand als auch im Fahrbetrieb gleichmäßiger, satter und vibrationsärmer. Das Ansprechverhalten und der Durchzug wurden besser. Das Ruckeln wurde spürbar geringer, war aber noch nicht weg.

Bei der heutigen Steuerungselektronik des Motormanagement ist ein entsprechendes Test- und Diagnosegerät erforderlich. Da ich selbst weder über ein geeignetes Testgerät, noch über die notwendige Erfahrung damit verfüge, konnte ich selber leider keine Überprüfungen an der Motoreinstellung vornehmen.

Im Internet und in dem Sonderheft Nr.7. der Zeitschrift MO hatte ich über das Brisk-Team
und deren Erfolge bei der Synchronisation der BMW-R- und K-Modelle gelesen.
Daher wandte ich mich per E-Mail an die Firma RMF in Wiesbaden, dem Generalimporteur
der BRISK-Zündkerzen, schilderte meine Motorprobleme und bat diese um Mithilfe bei der Suche nach jemandem der mir mein Motorrad richtig einstellen könnte.
Prompt kam von Herrn Krist ein telefonischer Rückruf, und nach einem sehr ausführlichen Gespräch über die Synchronisation an sich und über die Besonderheiten bei den Cruiser-Modellen , erhielt ich eine Einladung nach Wiesbaden, wo das Brisk-Team sich unserer Motorräder annehmen wollte.
Mit etwas gemischten Gefühlen, ob wir da wohl nicht doch irgendwelchen Sprücheklopfern oder Scharlatanen auf den Leim gegangen waren, fuhren wir mit unseren Cruisern die gut 300km lange Strecke nach Wiesbaden.

Doch wir wurden eines besseren belehrt!
Nach einem freundlichen Empfang wurden unsere Maschinen noch im betriebswarmen Zustand an ein werkstattübliches, elektronisches Testgerät angeschlossen und die CO2-Werte, die Lambda-Werte etc. gemessen und in Form eines Prüfprotokolls ausgedruckt. Die Werte lagen allesamt im kritischen Bereich.
Mithilfe des digitalen TecMate-Meßgerätes wurden dann die Unterdruckwerte in den Ansaug-rohren in verschiedenen Drehzahlbereichen gemessen und protokolliert. Die Messanzeige mit präziser LED-Anzeige läßt sogar Rückschlüsse auf das Ventilspiel zu.
Abschließend wurde noch mit einem berührungsfreien Laser-Thermometer die jeweilige Temperatur an den beiden Krümmern gemessen, die bei jedem der beiden Cruiser deutlich erkennbare Temperaturuntschiede zwischen dem jeweils linken und rechten Zylinder aufwiesen.
Nach dieser Überprüfung stand nun fest daß keine unserer beiden Cruiser synchron eingestellt war und daß auch an beiden Maschinen das Ventilspiel eingestellt werden mußte.


 
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